Gebäude

Die zur Mühle gehörende Hofstelle wird 1296 erstmalig in einer schriftlichen Quelle erwähnt. 1302 durch Bischof Otto an das Kloster Nottuln verkauft, wird sie bereits in spätmittelalterlicher Zeit durch den „schulte Steveren“ bewohnt. Auch das jetzige Mühlengebäude ist dem Spätmittelalter zuzuordnen. Als repräsentatives Wohnhaus erbaut weist es zwei gut unterscheidbare Bauphasen auf. Erst im 16. Jahrhundert wurde es zur Mühle umgenutzt. Eine Wassermühle mit zwei Mahlgängen „am Hoff zu Steveren, uff der Stever“ ist erstmals 1599 gesichert nachgewiesen. Die an der Wassermühle ablesbare Jahreszahl von 1666 weist also lediglich auf den Einbau des unteren Eingangs hin. Neben der jetzigen Getreidemühle befand sich eine Ölmühle, deren Fundamentreste noch zu erkennen sind. Für die Getreidemühle sind im „Alten Wasserrecht“ für das Jahr 1859 zwei hölzerne Wasserräder mit drei Mahlgängen nachgewiesen. Sie wurden im Jahr 1928 durch eine Francisturbine ersetzt. Nachdem der Mahlbetrieb 1974 eingestellt wurde, kann die intakte Mühlentechnik heute, dank der Instandsetzungsarbeiten, wieder in Gang gesetzt werden. Auch die Transmissionen und der Transport von Getreidesäcken funktionieren wie eh und je.